Fundsachen, die während der Theatertage verloren gingen, können im Sekreteriat des KHG abgeholt werden.

Schülerrezensionen: Stille Post. Ein Spiel, im Ernst

Ist es verrückt nur Gutes bringen zu wollen?

Zum Abschluss der diesjährigen Theatertage der bayrischen Gymnasien führte
das Ludwigsgymnasium Straubing seine Eigenproduktion „Stille Post. Ein Spiel,
im Ernst“ im fast vollbesetzten großen Saals des E.T.A.-Hoffmann Theaters
Bamberg auf.
Das Stück handelt von einem anfangs möglichst „normalen“ Postboten, der
jedoch durch Beeinflussung seines Umfeldes anfängt, nur noch gute Briefe
auszutragen, um keine schlechten Nachtrichten mehr überbringen zu müssen.
Daraufhin wird er in die Psychiatrie eingewiesen. Der Postbote darf dort zwar
weiterhin Briefe austragen, da diese jedoch weder die anderen Patienten noch
die Pfleger annehmen und sich dafür auch nicht interessieren, obwohl es gute
Briefe sind, wird er letztendlich wirklich verrückt.
Zu Beginn des Theaterstückes wird man in eine zunächst unverständliche Szene
hineingeworfen, die einen sofort ins Geschehen zieht, doch im Laufe des
Stückes konnte man sich die Situation immer mehr erschließen und verstand sie
mit der Schlussszene vollkommen, da diese der ersten Szene fast exakt
entsprach. Die Geschichte des Postboten wird durch einige ernste wie auch sehr
lustige Szenen in der Anstalt aufgebrochen und zeigt damit die Vielfältigkeit der
Theatergruppe.
Der Einsatz von Licht ist zwar simpel, doch sehr effektiv. Mit einem einzigen
Scheinwerfer wird oft die Aufmerksamkeit des Publikums auf einen kleinen Teil
der Bühne gelenkt, wo sich die Handlung abspielt. Nur beim Auftreten der vier
Hexen und damit in den Szenen, in denen die Menschen beeinflusst werden,
wird farbiges Licht verwendet und die Schauspieler stehen still, als hätte man
die Zeit angehalten. Dadurch wird die Handlung noch einmal hervorgehoben
und unterstützt.
Musik wird bei diesem Stück nicht verwendet, nur in einer Szene verdeutlicht
das gleichzeitige und sich immer wiederholende Klopfen zweier Postmitarbeiter
deren monotone Arbeit und ihre Dummheit. Eine musikalische Untermalung
wäre jedoch bei einigen wichtigen Szenen wie dem letztlichen Verlust der
Verstandes des Postboten sicher hilfreich gewesen. Dennoch ist es den
Schauspielern gelungen Stimmung durch das Sprechen einzelner Personen, das
Überlagern mehrerer Stimmen sowie das gleichzeitige Sprechen ganzer
Schauspielergruppen zu erzeugen.
Die schauspielerische Leistung war durch das ganze Stück hinweg gut, vor
allem ist der Postbote hervorzuheben, der besonders bei seinen Monologen
große Sprechpausen einlegte und damit die Aufmerksamkeit auf sein Tun und
Denken lenkte. Allerdings waren diese oft ein wenig zu lang, sodass sich die
Szene zog. Auch die Schauspieler, die gerade nicht sprachen, sondern nur der
Handlung zusahen, standen nicht einfach nur daneben, sie zeigten durch Gestik,

Mimik und interagierten miteinander und verliehen ihren Rollen damit
Glaubwürdigkeit. Die Patienten drückten sich vor allem durch Bewegungen und
ihre Körper aus und schafften damit Abwechslung.
Insgesamt lässt sich „Stille Post. Ein Spiel, im Ernst“ als sehr gelungen
beschreiben, vor allem durch die sehr ähnliche Anfangs- und Schlussszene
wirkte das Theaterstück sehr rund. Die Geschichte war mal etwas anderes und
regte zum Nachdenken über das „Normale“ an, der Mut zur Eigenproduktion hat
sich also definitiv gelohnt.

Krank oder normal !?

„ Volle Bühne“, „Chaotisch“ und „ Verrückt“ – dies sind Schlagwörter, wenn
man die Eigenproduktion „Stille Post. Ein Spiel, im Ernst“ der Mittel- und
Oberstufentheatergruppe des Ludwigsgymnasium Straubing unter der Leitung
von Elisabeth Effenhauser und Karlheinz Frankl mit Worten beschreiben
möchte. Dieses Stück wurde im Rahmen der 61. Bayrischen Theatertage in
Bamberg am 26. Juli 2017 im ETA- Hoffmann Theater Bamberg aufgeführt.
Diese Eigenproduktion handelt von einem Postbooten, der keine Briefe mit
traurigem Inhalt an die Menschen verteilen möchte. Deshalb schickt seine
Chefin ihn in eine Anstalt, wo er dieses Verhalten abgewöhnen soll, er hingegen
weiter Briefe verteilt.
Den Inhalt des Stückes kann man als Zuschauer zum Ende hin gut
nachvollziehen. Dies liegt daran, dass die Sprache der 28 Darstellerinnen und
Darsteller sowohl im Dialekt als auch Hochdeusch klar verständlich und
deutlich ist. Auch ergeben die dargestellten Szenen einen am Ende hin
deutlichen Zusammenhang, wodurch das Verständnis der Produktion klarer
wird. An Anfang haben die Handlungen keinen klaren Zusammenhang ergeben,
da man die aufeinander folgenden Szenen nicht auf Anhieb verstehen kann. Die
Schülerinnen und Schüler wirken authentisch und legen auch ihre Emotionen
zum Stück dar. Daher großes Lob an die Schülerinnen und Schauspieler!
Das Bühnenbild, welches am Anfang des Stückes aus einem weißen Tisch und
Stuhl besteht, verändert sich während der Aufführung durchgehend. Daneben
liegt ein Junge, der dem Publikum mit seinem Rücken zuwendet. Nach der
ersten Szene tragen zwei weiß gekleidete Schüler diese wieder weg stellen dann
zwei schwarze Hocker hin. Danach wird die Szenerie immer wieder
weiterverändert. Somit erkennt man, dass ein Bühnenbild auch aus nur
einfachen alltäglichen Gegenständen einer Szene etwas Spannendes verleihen
kann und durch das Verändern des Bildes Abwechslung auf die Bühne gebracht
wird. Dadurch langweilen die Zuschauer sich nicht am gleichen Bühnenblid,
sondern sehen immer etwas anderes.
Man hört in der Eigenproduktion kaum bis keine Musik, was das Stück hätte
besser umrahmen können, denn einige aus dem Publikum können das
Geschehen auf der Bühne besser mit Musik verstehen. Dadurch würden sie sich
mehr mit dem Stück verbunden fühlen und könnten sich somit besser emotional
an die Produktion binden. Während der Aufführung haben leider nur zwei
Postboten auf Hockern monoton den gleichen Rhythmus geschlagen, was die
einzige musikalische Umrahmung am Stück war.
Trotzdem ist die Eigenproduktion der Mittel- und Oberstufentheatergruppe
insgesamt gut gelungen mit den eigenen Ideen der 28 Schülerinnen und Schüler. -Thanh-Van Nguyen

Schülerrezensionen: Metzgerei Först

Puppentheater muss Leber- und Blutwurscht weichen

„Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei.“ Das Thema „Wurst“ kam in der
Eigenproduktion der Unterstufe des Johann-Michael- Fischer-Gymnasiums
Burglengenfeld nicht nur einmal vor. Sondern es zog sich wie ein roter Faden durch
das komplette Stück. Im selbstgeschriebenen Stück geht es darum, dass ein altes
Puppentheater einer Metzgerei, der Metzgerei Först, weichen soll. Zu Beginn des
Stückes erklärt der Metzger mit hochtrabenden Worten, dass er dort eine Metzgerei
mit Imbiss eröffnen möchte um möglichst viel Kapital zu schlagen. Dies wollen nicht
nur die Puppenspieler selbst, sondern auch die heimische HipHop-Gang verhindern.
Hierbei werden immer wieder gekonnt Ballett- und HipHop-artige Tanzeinlagen
eingestreut, welche zum Teil ernst, aber auch durchaus stereotypisch, übertrieben und
somit auch komisch gewesen sind, um die doch ernste Botschaft des Stückes hin und
wieder durch Witz aufzulockern.
Aber was ist die ernste Botschaft? Die Absicht des Stückes ist es, auf den
Kapitalismus in unserer Gesellschaft anspielen. So müssen zum Beispiel immer mehr
kleinere Läden in den Städten großen Einkaufsmalls weichen.
Aber dennoch war es nicht durchgehend ernst. Für Auflockerung sorgten zum
Beispiel die Würste, welche, durch über den Kopf gezogene Strumpfhosen mit
Knoten dargestellt wurden oder auch Bauabsperrungen, welche durch die Schüler
selbst, indem sie abwechselnd rote und weise T-Shirts anzogen und in einer Reihe
liefen, dargestellt wurden.
Im weiteren Verlauf des Stückes werden die Puppen dann von der Gang gerettet und
nur der Metzger bleibt übrig, welcher sich dann selbst in eine Puppe verwandelt.
Das Bühnenbild, welches lediglich aus einem Bauzaun bestand, auf welchem auf der
einen Seite Gefahrenschilder waren und auf der anderen eine Puppentheaterbühne
nachgeahmt wurde, sowie das Kostüm wurden sehr minimalistisch gehalten, wodurch
der Unterschied zwischen den einzelnen Personen und ihrer Zugehörigkeit zu den
einzelnen Gruppen in den Vordergrund rückte. Was zwischendrin immer wieder sehr
unterhaltsam war, waren die Klarinetteneinlagen welche manchmal traurig, aber auch
fröhlicher waren und eine meditativen Charakter hatten. Diese wurden frei und
ausdrucksstark vorgetragen.
Abschließen kann man sagen, dass „Metzgerei Först“ nicht nur ein Stück ist, welches
sich nicht nur durch Ernsthaftigkeit, sondern auch durch Witz auszeichnet. – Anton Bottler, Q11 E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Essen oder Kultur – eine schwierige Entscheidung?

Am 25.07.2017 wurde im Kaiser-Heinrich- Gymnasium zu den 61. Theatertagen
der bayerischen Gymnasien das Theater Stück „Metzgerei Först“ von der
Unterstufengruppe des Johann-Michael- Fischer-Gymnasium gespielt.
Die Geschichte handelt von einem Puppentheater, welches zu einer Metzgerei
umgebaut werden soll. Daraufhin beschließt eine Gruppe von Schülern die noch
vorhandenen Puppen aus dem Theater zu klauen, bevor alles abgerissen wird.
Hierbei haben sich die Schüler einiges einfallen lassen, um die Geschichte
verständlich zu erzählen. Sie benutzten aber nicht wie üblich verschiedene
Bühnenbilder, sondern wechselten immer wieder ihre Kostüme. Dies hat mich
zuerst sehr überrascht, aber nach einiger Zeit erkannte man die Raffinesse und
ich fand Gefallen an der Idee. Dazu muss erwähnt werden, dass die Bühne
komplett schwarz war bis auf ein Plakat, welches das Theater andeutete, aber
keinen wirklichen Nutzen hatte. Also war der einzige Anhaltspunkt, um die
verschiedenen Spielorte unterscheiden zu können, die Kostüme. Eine weitere,
für mich sehr ungewöhnliche Eigenschaft des Stücks war das vermehrte Spielen
von Musik anstatt des Einsatzes von Dialogen. Während der Musikeinspielung
wurde meist eine Art von Tanz aufgeführt. Diese „Tänze“ dienten aber nicht zur
Belustigung, wie es sonst der Fall ist, sondern drückten Emotionen aus. Wer
also ein klassisches Theaterstück mit vielen Dialogen und beiläufiger
Musikeinspielung sehen wollte, war hier fehl am Platz.
Meiner Meinung nach soll mit diesem Stück Kritik an der heutigen
Marktwirtschaft ausgeübt werden. Da es, wie auch hier, nur noch um Profit geht
anstatt das Theater und damit vielleicht auch ein Stück Kultur zu retten, wird
versucht möglichst viel Geld heraus zu holen. Es wird nur ans Überleben
gedacht.
Mir hat an Metzgerei Först gefallen, dass die Geschichte auf eine ganz andere
Art erzählt wurde. Zwar hat man sich teilweise wie in einem Stummfilmtheater
gefühlt, aber dadurch entstand eine Spannung des Ungewissen, was man nicht
mehr so oft verspürt. Wer die Möglichkeit hat noch in das Stück zu gehen, sollte
dies auf jeden Fall tun und wird dies sicher nicht bereuen.- Leander Müller-Osten, E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Theater wird ausschlachtet?

Am 25.07.2017 wurde das Stück „Metzgerei Först“ bei den bayrischen
Schultheatertagen aufgeführt. Die Unterstufentheatergruppe des Gymnasiums
Burglengenfeld lieferte unter der Leitung von Karin Then eine beachtliche
Inszenierung ab. Wie bei den „Großen“ dachten sie an alles und schmückten ihr
Stück mit Tanzeinlagen, Musik und Bühnenbeleuchtung, die jeweils an die
aktuelle Stimmungslage angepasst war. Das Bühnenbild wird im Laufe der
Handlung kaum verändert und besteht aus einem Theatervorhang, der später zu
einem Absperrzaun umfunktioniert wird. Doch dieses schlichte Bühnenbild
passt perfekt, da die zahlreichen Akteure der Theatergruppe die Bühne füllen
und somit durch ihre Bewegungen das Bühnenbild gestalten.
Durch diesen Effekt werden die Szenen des Stückes bei jedem Wechsel zu
einem komplett neuen Schauplatz und haben eine ganz andere Wirkung. Auch
die Stimmung wechselt fast bei jeder neuen Szene, denn „Metzgerei Först“ hat
viele Facetten. Eigentlich sollte die Stimmung traurig und trostlos sein, doch
immer wieder schaffen es die Jungspunde das Publikum durch Aktionen, wie bei
der Darstellung einer „sprechenden Fleischtheke“, zum Lachen zu bringen.
Obwohl es eine Eigenproduktion ist, damit eher unbekannt, kann der Zuschauer
problemlos der Handlung folgen und das Stück genießen.
Besonders beeindruckend ist das Zusammenspiel der jungen Schauspieler. Die
vielen synchronen Sprecheinlagen, Tanzabläufe oder sogar musikalischen Akte
liefen fehlerfrei über die Bühne und ließen die Zuschauer spüren, wie viel
Schweiß und Tränen alle Beteiligten in diese Aufführung gesteckt haben.
Genau das ist es, was die bayrischen Schultheatertage ausmacht. Man
beobachtet die verschiedenen Herangehensweisen der Schulen, und auch der
unterschiedlichen Altersklassen. Somit war es für mich ein tolles Erlebnis, die
Theatertage besuchen zu dürfen und empfehle es jedem Freund der Spielkunst. – Felix Gramß, E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Metzgerei „First“? – Würste contra Puppentheater

„Metzgerei Först“ – beim Titel des Theaterstücks denkt man wohl als erstes an
einen Betrieb, benannt nach dem Familiennamen Först der Inhaber. Doch spricht
man den Titel laut aus, bekommt der vermeintliche Name Först eine ganz neue
Bedeutung: Soll „Först“ etwa „first“ bedeuten? Dies wiederum könnte dann als
Anspielung auf das berühmte „America first“-Zitat des amerikanischen
Präsidenten Donald Trump verstanden werden. Dass der Titel sich dabei
wirklich auch auf diesen Ausspruch beziehen könnte, belegt ein weiterer Punkt,
der später noch zur Sprache kommen wird.

Doch zunächst soll erst einmal die Handlung des Stückes knapp skizziert
werden: Ein Puppentheater steht vor dem Aus. Grund dafür ist die Metzgerei
Först, die das Theater in eine neue Verkaufsstelle umwandeln will. Diese Idee
stößt bei einer Jugendbande auf gewaltigen Widerspruch, was der Auslöser für
einen Plan ist, den die Jugendlichen gemeinsam schmieden: In einer Nacht- und
Nebelaktion soll in das Theater eingebrochen werden, um die Puppen zu retten
und den Ausbau der Metzgerei zu verhindern. Der Plan wird in die Tat
umgesetzt. Allerdings scheitern die Jugendlichen und können somit die
Schließung des Theaters nicht aufhalten.
Während des Stückes stehen sich auf der einen Seite der Metzger Först, auf der
anderen Seite die Jugendlichen und das Puppentheater gegenüber. Dies ist vor
allem an den Kostümen festzumachen, die die jeweilige Zugehörigkeit der
einzelnen Schauspieler zu einer Gruppe verdeutlichen: So ist die Jugend-Clique
gekennzeichnet durch Karohemden und lässige Caps, die Puppen durch ein
einheitliches T-Shirt. Der Metzger ist an seiner weißen Schürze, einer
überdimensional großen Schere und seiner markanten blonden Frisur zu
erkennen, die eine deutliche Anspielung auf den amerikanischen Präsidenten
sein dürfte. Trotz der Einfachheit der Kostüme, oder vielleicht auch gerade
dadurch, erfüllen sie ihren Zweck und unterstützen das Verständnis der
Zuschauer.
Das Stück mangelt nicht an humorvollen Momenten: So bringt der Würste-
Chor, der die verschiedensten Wurstsorten in einem Sprechgesang vorstellt, den
Zuschauer zum Schmunzeln. Die Verwendung allseits bekannter Wortwitze, wie
„Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei“, im richtigen Augenblick sorgen
zusätzlich für Lacher.

Trotz dieser lustigen Einlagen hat das Stück einen ernsten Hintergrund: Auch
mit großer Anstrengung gelingt es den Jugendlichen am Ende nicht, das
Puppentheater zu retten. In der letzten Szene wird der Abriss des Theaters
dargestellt. Es gibt kein Happy End, das man als Zuschauer eigentlich erwartet,
sondern diese Überraschung. Der Titel des Stückes ist Programm: Die Metzgerei
steht an erster Stelle, und gegen die Pläne des Metzgers ist im Endeffekt nichts
auszurichten.
Doch hat das Stück noch eine tiefere Botschaft? Stehen etwa Fragen wie die
folgenden im Raum: Wird die Bedeutung des Theaters bzw. der Kultur generell
durch große Geld zurückgedrängt? Wie kann es möglich sein, dass das
Engagement vieler Leute nicht zum Erfolg führt? Ist es legitim, Gutes mit
Gewalt durchzusetzen? All diese Gedanken kommen im Zuschauer auf, was
ziemlich beachtlich ist, da das Stück auf den ersten Blick wie eine einfache
Geschichte wirkt.
Bemerkenswert ist zudem, dass es sich bei diesem Stück um eine
Eigenproduktion der Unterstufenbühne des Johann-Michael- Fischer-
Gymnasiums aus Burglengenfeld handelt. Es zeichnet sich besonders durch
seinen Einfallsreichtum aus, wie die Verwendung von Sprechgesängen oder
auch das Klarinettenspiel eines Schauspielers zur Stimmungsuntermalung
beweisen. Auffällig ist außerdem das harmonische Zusammenspiel der großen
Schauspielergruppe: Elemente wie das „freezing“, synchrone Bewegungsabläufe
und der direkte Kontakt zwischen den Schauspielern zeugen von gegenseitigem
Vertrauen und langem Proben. Eine Szene, die das besonders gut belegt, ist die,
in welcher die Jugendlichen im Theater die vermeintlich leblosen,
„eingefrorenen“ Puppen vorfinden. Durch die Kontaktaufnahme der Figuren
allerdings erwachen die Puppen zum Leben und führen die Jugendlichen,
wodurch ein gegenseitiges Wechselspiel entsteht.
Alles in allem bietet „Metzgerei Först“ ein echtes Theatervergnügen. Die
Aufführung dieses Stücks ist ein gutes Beispiel dafür, wie weit man mit
exzellent geführter Schüler-Theaterarbeit kommen kann. – Katharina Hörmann, E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Schülerrezension: Visite der Stippvisite

Das Stück „Stippvisite in Dr. Pilks Irrenhaus“, welches eine freie Interpretation des Werkes
„Der Mann, der nichts mehr unterscheiden kann“ von Ken Campbell ist und von der
Mittelstufen- Theatergruppe des Dietrich-Bonhoeffer- Gymnasiums Oberasbach, betreut von
Michael Full, am 25.7.2017 aufgeführt wurde, handelt von einem Mann, welcher wegen
psychischer Probleme in der Psychiatrie ist.
So beginnt das Theaterstück damit, dass uns der Ort des Geschehens vorgestellt wird – eben
diese Psychiatrie Dr. Pilks. Dabei lernen wir direkt Dr. Pilk kennen und bekommen einen
Vorgeschmack auf die Kuriosität des Stückes, denn der Oberarzt selbst scheint auch seine
kleineren Probleme zu haben. (So erzählt er uns seine Geschichte darüber, wie er der Frau
seines Ex-Chefs in die Suppe geschissen habe). Nachdem Dr. Pilk von der Bühne
verschwunden istt, werden wir Zeugen einer Besprechung zwischen einem Patienten und
einer Ärztin. Dies gestaltet sich schwieriger, als es sich anhört, denn der Patient hat
anscheinend den Bezug zur Realität komplett verloren und schafft es z.B., sich durch
Halbwissen herzuleiten, dass er Käse sei. Währenddessen ist die Ärztin am Verzweifeln und
weiß sich nicht wirklich mit dem Patienten weiterzuhelfen. In die Szene hinein kommen noch
zwei weitere Personen. Dies soll vermutlich die Zwiegespaltenheit des Patienten (oder der
drei Patienten?) darstellen. Die Ärztin versucht, die Lage unter Kontrolle zu behalten, aber die
Fragen des Patienten werden nur noch wirrer und er fängt an zu halluzinieren. So endet das
Stück schließlich offen und verabschiedet den Zuschauer mit vielen Weltanschauungsfragen.
Insgesamt trifft das Stück das selbst ernannte Motto „Lieber kurz und knallend als lang und
fad“ sehr gut. So ging ich in das Stück und erwartete eine lustige und kurze Komödie. Diese
erhielt ich auch und das lag vor allem an den Schauspielern. So war der Bühnenaufbau
schlicht und „nichts Besonderes“, und es gab auch keine musikalische Untermalung der
Szenen. Die Schauspielleistung hatte es jedoch in sich. Mir fiel direkt die Mimik der
einzelnen Schauspieler auf, so saß z.B. die Ärztin nicht ausdruckslos an ihrem Tisch, sondern
zeigte durch ihre Mimik und ihren Ausdruck Schauspielkunst die sie mit in den Mittelpunkt
des Stückes stellte. Auch der Patient in seinen drei Formen imponierte rundum. Besonders fiel
auf, wie exakt die Patientendarsteller aufeinander abgestimmt waren. Außerdem wirkte die
Kleidung der Figuren sehr authentisch: so hatte einer der Patienten das Hemd falsch
zugeknöpft oder ein Hosenbein hochgezogen.
Insgesamt war das Stück aufgrund der liebevollen Detailarbeit der Schauspieler sehenswert
und man merkte, dass trotz schlichtem Bühnenbild doch eine Menge an Arbeit und
Leidenschaft in der Aufführung steckte. Wer also das Stück gesehen hat, braucht kein
Wochenhighlight mehr, und wer es noch nicht gesehen hat, sollte dies schleunigst nachholen,
denn für 4-5 € ist man hier im guten alten Theater doch besser aufgehoben als an einem
Kinonachmittag im Kino. – Fabian Kiesch

Schülerrezension: Die Welt ist aus den Fugen – und auch von Räubern nicht zu retten

Ein Theaterstück, bei dem ca. 25 Schülerinnen und Schüler nur zwei Rollen spielen? Ein
Theaterstück, das ursprünglich von einer Räuberbande im 18. Jahrhundert handelte und
jetzt die heutige Gesellschaft kritisiert ? Ein Theaterstück, das sowohl von Friedrich Schiller
als auch von Schülern geschrieben wurde ? Dass so ein Konzept funktionieren kann, zeigte
der Profilkurs des Willstätter-Gymnasiums Nürnberg (Leitung Barbara Schlatterbeck) im
Stück „Räuber“, Friedrich Schiller und eigene Texte, am 24.7.2017 im ETA Hoffmann Theater
Bamberg. Schon nach den ersten Szenen wurde dem Zuschauer klar, dass hier nicht Schillers
Drama „Die Räuber“, sondern „Räuber“ – nach dessen Vorlage – gespielt wird. Die
Schülerinnen und Schüler verkörpern in je einer ca. 10-köpfigen Gruppe die Gebrüder Karl
und Franz Moor. Die Kostüme der Karl-Moor- Gruppe sind einheitlich im Hip-Hop- bzw.
Streetstyle, die der anderen Gruppe wirken mit Hemd, Hosenträgern, Krawatten und Brillen
für heutige Jugendliche ungewöhnlich und aus der Zeit gefallen. Zu Beginn des Stücks liegen
Blecheimer und Salatköpfe auf der Bühne verteilt, sonst gibt es keine Kulisse; links
Percussion. Mit dieser minimalistischen Einrichtung beginnt das Stück, welches im Kern die
Handlung des ursprünglichen Werkes wiedergibt, allerdings gleichzeitig gesellschaftskritische
Szenen enthält, welche sich auf das 21. Jahrhundert beziehen. Eine klar durchgezogene
Geschichte wie im klassischen Theater gibt es nicht. Zwischen den altbekannten, aber auch
stark modernisierten Szenen aus Schillers Werk wirken Tanz- und Gesangseinlagen, Passagen
über die modernen Medien, Entwicklungsländer, Beate Zschäpe und jugendliche Islamisten
auf die Besucher – gekonnt mit Percussion und eingeblendeten Bildern als Hintergrund
untermalt. Immer dabei : die Salatköpfe und Blecheimer, welche symbolisch ausgezogen,
ermordet und über den Kopf gestülpt werden. Meist trennen die beiden Gruppen sich
räumlich, selten sind sie vermischt, nur ein paar Mal steht ein Schüler alleine da, denn
Hauptdarsteller gibt es nicht, die Gruppen handeln meist zusammen und sprechen
perfektioniert im Chor, jede Person ist innerhalb der Rollen Franz oder Karl Moor
gleichberechtigt. Die einzigen Schüler mit Sonderstellung sind der Schlagzeuger und eine
Schülerin, die neben ihrer Rolle als Karl Moor die sicher und gut gesungenen Lieder der
Schauspieler auf der E-Gitarre begleitet. Die Gruppe des Karl ist auch in dieser modernen
Fassung eine Bande, welche die Idee hat, die Welt zu retten – vor der Wirtschaft und dem
Kapitalismus. Allerdings gerät dies aus den Fugen und endet in Brandstifterei und Mord, was
die Mitglieder der Gruppe Franz dazu bringt, eben die Briefintrige zu initiieren, welche auch
im Original zum Tod des Vaters führt. Auch dieser tritt hier nicht als einzelne Figur auf. Auf
die Gegenwart bezogen sind die Szenen, welche aus der Handlung ausbrechen und in denen
z.B. generelle Geschwisterprobleme oder persönlicher Verrat thematisiert werden. Die
Briefwechsel sind erkennbar an das Original angelehnt und werden lebhaft dargestellt. Es
läuft darauf hinaus, dass sich die komplette Gruppe Franz, auf Blecheimern stehend, an
ihren Krawatten erhängt und ein Einzelner der Gruppe Karl sich der Polizei, der Justiz und
der skandalhungrigen Presse ausliefert. Das Stück endet mit dem Song und den Worten
„Mad world“ von Gary Jules. Da viele Szenen auf den ersten Blick nicht zusammenhingen,
war definitiv ein Vorwissen über Schillers Tragödie nötig, um den Kern der Handlung und die
Botschaften an die Gesellschaft der heutigen Zeit zu verstehen. Allerdings glänzte die
gesamte Nürnberger Gruppe mit beeindruckenden schauspielerischen und perfekt
koordinierten Leistungen. Die Schüler überzeugten mit ihrer sehr lebhaften, emotionalen
und wirkungsvollen Darstellung auf voller Linie. Nach dem wohlverdienten Applaus hörte ich
neben mir die Worte: „Respekt geht raus!“ Dem kann ich mich nur anschließen. – Muriel Gleisner

Schülerrezension: Sommer im Schwimmbad my love

Neunzehn Schülerinnen und Schüler des Riemenschneider-Gymnasiums
Würzburg nahmen sich unter der Leitung von Frau Salfner-Funke einer überaus
schwierigen und prekären Aufgabe an. Denn sie suchten sich das Stück mit dem
Titel „The killer in me is the killer in you my love“ von dem Schweizer
Theaterautor Andri Beyeler, das 2004 mit dem Jugendtheaterpreis prämiert
worden ist, als Grundlage für ihr Theaterstück „Swimming“ aus. So bekamen
die Zuschauer am 25.07.2017 im E.T.A.-Hoffmann- Theater ein eigenständig
überarbeitetes Schauspiel zu sehen.
Als erstes fiel das Bühnenbild durch seine sehr zurückhaltende
Gesamtkonzeption auf: Alles in schwarz gehalten, befand sich in der Mitte ein
nachgestelltes Schwimmbecken, das mit blauen, gefüllten Müllsäcken das
Wasser visuell darstellen sollte. Einige schwarze Holzwürfel, die an das
Schwimmbecken angrenzten, symbolisierten das ganze Stück hinweg unter
anderem Startblöcke und Sitzmöglichkeiten. Bedingt durch den dunklen
Hintergrund fielen die Schauspieler mit hellen blauen Badekappen besonders
auf und fokussierten die Aufmerksamkeit des Publikums gezielt auf die
Darsteller.
Die erste Liebe, die erste Zigarette, die ersten Konkurrenzkämpfe: Solche
eigentlich belanglosen Vorkommnisse inmitten eines Freibadsommers sind
Inhalt des Stücks „Swimming“. Jugendliche sitzen am Beckenrand des
Schwimmbads, Mädchen räkeln sich mit ihren neuen Bikinis auf den Wiesen,
Jungs führen ein Muskelkräftemessen durch. Einunddieselben Geschehnisse
um die fünf Protagonisten Hanna, Lena, Surbeck, Gerber und Klein Gerber
werden in unterschiedlichsten Sichtweisen aufgezeigt. Dass die Schauspieler
dabei letztendlich in verschiedene Rollen schlüpfen, entstand erst bei der
Erarbeitung im Vorfeld. Somit haben die Schauspieler gleich verteilte
Redeanteile und unterschiedliche Charaktere zu spielen, was jedoch durch
Raffinesse in keiner Weise für Verwirrungen sorgte. Besonders interessant und
abwechslungsreich gestaltet waren die überganslosen Szenenfolgen, die die
Kreativität und die variantenreiche Darbietung durch die jungen Schauspieler
originell betonten.
Die aus dem alltäglichen Leben bekannten Situationen werden in einem
Miteinander, aber auch mit Lästereien und Neid mit rhythmisierten
Sprechweisen präsentiert. Der Text, ursprünglich reines Schwyzerdütsch,
bekommt auch im Hochdeutschen seinen eigenen Reiz. Mal wird langsam
gesprochen, mal gehetzt. Außerdem zieht sich durch das ganze Schauspiel die
Technik, dass der vorangegangene Satz wiederholt wird. Bedingt durch die
Sprache wirkt die Handlung etwas abstrakt, wird jedoch mit selbstironischen
und fidelen Texten gekonnt aufgelockert.

Im Großen und Ganzen gelingt es der Würzburger Mittelstufentheatergruppe,
mit wenig Bühnenbild und einfachen Kostümen ein kurzweiliges Stück auf die
Bühne zu zaubern. Mit überwiegend gut gewählten musikalischen Passagen
wurde die sommerliche Atmosphäre im Schwimmbad verstärkt
hervorgehoben. Die Schauspieler glänzten mit lebhaften Auftritten in
verschiedenen Rollenbesetzungen. Mit dem Schlusssatz des Stücks „Neuer
Sommer, neue Chancen, neues Glück“ ließ das Schauspiel die weiteren
Sommersaisons ergebnisoffen positiv ausklingen. Ein großer Applaus und
vereinzeltes Schmunzeln blieben am Ende nicht aus und unterstrichen nochmal
die gelungene Umsetzung und Meisterung der schweren Aufgabe. – Leonie Grimm

Lehrerrezension: „…und seine Hand, wenn da eine gewesen wäre,…“

Soweit ich, Jahrgang 55, mich an die Frühzeit der bayrischen Gymnasialtheatertage erinnern kann:
hätten die Mitglieder einer Mittel- und Oberstufentheatergruppe am Humboldt-Gymnasium
Vaterstetten damals Sibylle Bergs „Schau, da geht die Sonne unter“ gespielt wie am 25.7.2017 im
ETA Hoffmann Theater, dann wären sie vermutlich von der Schule geflogen und ihre Lehrer Susanne
Asam und Tobias Baumgartner wären strafversetzt worden; die Qualität der Aufführung, den Eifer,
mit dem sie bei der Sache waren, hätte man ihnen als erschwerend, nicht als mildernd angerechnet.
Nicht unbedingt negativ zu sehen, dass sich die Zeiten geändert haben; oder?
Freilich: wirklich gut sind sie nicht geworden, und das ist keine Kritik eines Gestrigen oder
Außenstehenden. Die vom Ensemble verkörperten Repräsentativexemplare der mitteleuropäischen
Durchschnittsmenschheit des 21.Jahrhunderts selbst scheinen mit ihrer Welt, ihrem Leben nicht
recht zufrieden. Sicher, sie kommen irgendwie zurecht mit den ewig gleichen Alltagserfahrungen und
Herausforderungen, mit Urphänomenen wie Aufstehen, Arbeitengehen, Einkaufen im Supermarkt,
Liebe zum Auto; Kranksein, Altern, zum Oralsex Bananenschälen, Alleinsein, Versagen, Scheitern
oder, zumindest von außen gesehen, Erfolg – aber zwei Wörter kommen in den knappen Statements,
die sie abwechselnd von sich geben, nicht vor: „Glück“ und „Sinn“. Allenfalls eine vage Sehnsucht
nach dergleichen zeichnet sich stellenweise ab; in dem Moment, in dem sie, wie banal auch immer,
ansatzweise und kurzzeitig erfüllt werden könnte, tritt der Tod den Menschen an, der Kot ist, Pisse
und Auswurf, im Kopf Durcheinander, nicht wissend, woher der beschissene Läufer in seiner
Wohnung stammt.
Wenn ich an die einprägsamen 68er-Parolen denke, die ich damals halbreif aufgegabelt habe, so
entdecke ich in Sibylle Bergs Stück in geradezu lehrbuchhafter Deutlichkeit totale Entfremdung, nicht
zu beheben durch Umverteilung der Produktionsmittel, und eindimensionale Menschen, die ihre
Lage nicht wirklich reflektieren, geschweige denn verändern können, krampfhaft und neophob
bemüht, ihr vermeintlich Eigenes zu schützen. Sie als solche glaubhaft vorzuführen und dabei
„lebendig“ werden zu lassen, die Sensibleren, die Beschädigten, den schäbigen Gewinnertyp, die
kühlen Ärzte: eine beeindruckende Leistung. Verdinglicht zeigte sich die umfassende Öde in der
sparsamen Bühnenausstattung, etwa Wohnblöcken aus Kartons. Grelle Lichteffekte jagten das
Publikum hektisch durch einen Supermarkt, die Lichter der Großstadt (?), das Universum (?).
All diese unschönen Wahrheiten hält man also heute für der Jugend zumutbar – nun, warum nicht;
Kunst hat das immer getan. 1957 hätte man vielleicht eine Bearbeitung des „Fängers im Roggen“
riskiert; oder Horváth? Dass überall Schiffbruch ist, wenn man’s genau betrachtet, wusste schon der
alte Petron. Und bereits Heines exaltiertes Fräulein am Meere, vom Sonnenuntergang gerührt,
musste sich belehren lassen, dass dies ein altes Stück sei. Schau, da gehn die Illusionen unter. – Matthias Schleifer

P. S. Arno Schmidt in seinem Funkessay über Adalbert Stifter: „Hunger; Krankheit; Armut; Tod;
Häßlichkeit; Trunksucht; Prostitution; Verbrechen – (kleine, boshafte Pause): Selbstmord! -; ja, auch
das Ekelhafte: sind ewig: denn sie sind!“
Bertolt Brecht, Andrea in der vorletzten Szene von „Leben des Galilei“: „Aber ich kann mir nicht
denken, dass Ihre mörderische Analyse das letzte Wort sein wird.“

Und für die Region Bamberg: Vielleicht lädt Kathrin Rögglas „Normalverdiener“, ab 8. 10.
(Uraufführung!) an gleicher Stelle gespielt, zu aufschlussreichen Vergleichen ein, thematisch wie
formal (im „postdramatischen“ Zurücktreten einer „Handlung“)?!

Schülerrezension: Ein psychologisches Höllenfeuer

Wie bewegt man Menschen dazu, ihr allgemeinhin als verwerflich geltendes Verhalten von
heute auf morgen zu ändern?
In Anlehnung an Dante Alighieris "Göttliche Komödie" beantwortet der Profilkurs "Theater"
des Adam-Kraft- Gymnasiums Schwabach unter der Leitung von Johannes Möhler und
Henning Krüger diese Frage auf seine ganz eigene Art und Weise.
In "Infernale – Keine göttliche Komödie" finden sich fünf Charaktere, die unterschiedlicher
nicht sein könnten, in der Hölle wieder. Warum sie da sind, weiß zu Beginn niemand so
genau. Erst nach und nach öffnen sich die einzelnen Kammern des Höllenkellers, durch den
unsere Protagonisten Stück für Stück schreiten müssen. Geführt werden sie dabei von den
Unterweltlern Calzifer und Gabriele, die ihnen jeweils einen Spiegel vorhalten, indem sie sie
mit ihren Verfehlungen konfrontieren.
Das Ziel, die Protagonisten dadurch psychisch und physisch zu brechen, um sie somit zum
Umdenken zu bewegen, steht dabei ständig im Fokus und wird auf verschiedenste Art und
Weise verfolgt.
Die Charaktere, darunter ein unglaubwürdiger Hollywood-Schauspieler und eine
selbsternannte "Beauty-Queen", haben in der Vergangenheit entweder falsches Verhalten
an den Tag gelegt oder sind Opfer ihrer falsch handelnden Umwelt geworden – das wird nach
und immer klarer. Egal ob häusliche Gewalt, Leistungsdruck, oder der Verrat an einer guten
Freundin, damit diese nicht die Arbeitsstelle bekommt, auf die man selbst schon lange
hinfiebert – Ethik und Moral zählen nicht zu den Werten, an denen Figuren sich ausrichten .
Jeder kriegt einzeln sein ganz persönliches Fett weg. Dies geschieht in individuell, aber
dennoch schlicht gestalteten, atmosphärisch dicht inszenierten Szenen mit passender
musikalischer Untermalung und tollen Lichteffekten. So wird beispielsweise der "Beauty-
Queen" nach einem intensiven Gespräch mit zwei ähnlich agierenden "Wesen" schlagartig
bewusst, was in ihrem Leben bisher falsch gelaufen ist und welche Chancen sie sich dadurch
für ihr späteres Leben verbaut hat – das alles untermalt von Hits wie "Barbie Girl" von Aqua
und "Pokerface" von Lady Gaga.
Besonders in Erinnerung bleibt hierbei eine Szene, in der einer der Protagonisten mit
ansehen muss, wie seine Partnerin (die ihre Freundin wegen einer Arbeitsstelle hat verraten
müssen) vor seinen Augen ausgepeitscht wird. Dies passiert komplett in Scherenschnitt-
Optik, während ihr Freund vor diesem Hintergrund auf den Knien um Vergebung bettelt und
zugibt, dass er es mit Gewalt gegenüber seiner Familie ein wenig zu weit getrieben hat.
Auch in Erinnerung bleibt alles, was zwischen den "Läuterungs"-Szenen passiert. Da tritt
dann beispielsweise ein gefühlt zwanzigköpfiger Chor weiblicher "Höllenwesen" auf, der sich
schlangenähnlich auf der Bühne hin und her bewegt, während seine Stimmen aus dem Off
erklingen, und der den Protagonisten die Angst durch Mark und Bein jagt, damit diese sich

schlussendlich auch wirklich für den richtigen Weg entscheiden. Der körperliche Einsatz der
Schauspielerinnen ist hier deutlich sichtbar und trägt maßgeblich zum positiven
Gesamteindruck besagter Szenen bei – wirkungsvoll!
Dazu kommen verschiedene Szenen, in denen jeweils zwei Personen aus dem dunklen
Hintergrund in das Spotlight treten und einen Teil ihrer Lebensgeschichte erzählen – das
unterstreicht die düstere Atmosphäre und nimmt dem sonst doch ziemlich temporeichen
Stück ein wenig den Wind aus den Segeln – positiv gemeint.
Wer aber nun der Angst verfallen ist, das Stück sei durchweg düster und dunkel, dem sei
Entwarnung gegeben. Neben allem Düsteren ist es gewürzt mit einer genau abgestimmten
Prise bitterbösen Humors von heute. Falsche Propheten werden hier genauso durch den
Kakao gezogen, wie der Einfluss von Werbung auf die moderne Gesellschaft – hier in Form
von sich ständig wiederholenden Werbe-Jingles (Die Sinalco schmeckt!). Den Höhepunkt
bildet hierbei eine Szene, in der eine Gruppe von Menschen in schwarzer Kleidung und mit
weißen Masken, die verkehrt herum auf ihren Köpfen sitzen, rückwärts über die Bühne
schreitet und dabei Schilder mit Parolen wie "Sichere Grenzkontrollen – Sichere Zukunft"
hochhält – Eindrucksvoll!
Am Ende erscheint den Protagonisten, sichtlich gezeichnet von der psychischen und
physischen Pein, das Umdenken – das Göttliche, als finale Lösung und alle schreiten
gemeinsam in einen Lichtkegel, der auf die Bühne gerichtet wird.
Fazit?
Die Aufführung besticht durch ein grandioses Zusammenspiel von Licht, Musik und
Choreographie. Atmosphärisch dicht inszeniert, verpasst der Profilkurs "Theater" der fast
700 Jahre alten Geschichte eine Verjüngungskur sondergleichen. Dabei driftet das doch
recht düstere Stück auch in seinen humorvollen Momenten nie in das Klamaukige ab und
weiß, seine Pointen und Gags gekonnt einzusetzen. Besonders betont werden sollte hier
auch die Schlichtheit, trotz derer es gelingt, einen atmosphärische Gesamteindruck zu
vermitteln (bis auf die Protagonisten und das Duo Calzifer/Gabriele tragen alle Beteiligten
Personen schwarz).
Am Ende bleiben viele Fragen ungeklärt, was hier aber eindeutig Absicht ist, denn:
Wir als Zuschauer sollten uns nach dem Besuch dieser Aufführung unbedingt einmal an die
eigene Nase fassen – oder etwa doch nicht? – Maximilian Klausen

Schülerrezensionen: „Die Verwandlung“ von Franz Kafka

Muss ich mich wirklich ändern?

Die Mittelstufentheatergruppe des Bertha-von- Suttner- Gymnasiums aus Neu-Ulm stellte
ihre Interpretation des Werkes „Die Verwandlung“ von Franz Kafka unter dem Titel "Du
musst dein Ändern leben" bei den 61. Theatertagen der bayerischen Gymnasien am Kaiser-
Heinrich-Gymnasium in Bamberg ihren Zuschauern vor.
Das Theaterstück umreißt grob die Geschichte des Protagonisten Gregor Samsa, welcher
eines Morgens als ein Insekt aufwacht und dann von seiner Familie mit Abneigung, Distanz
und sogar Ekel behandelt wird. Zunächst beginnt das Stück damit, dass traurige Musik
abgespielt wird und ein Schüler mit seiner Klarinette, welcher der Konservenmusik durch das
Bespielen der Klarinette, eine zusätzliche Melodie gab. Durch einen Overhead-Projektor wird
ein Bildnis eines Käfers, welcher erst durch das Ausklappen seiner Gliedmaßen Gestalt
bekam, an die Wand projiziert. Darauf betritt ein weiterer Schauspieler die Bühne und
verkörpert zunächst einen Biologielehrer. Er umschreibt genaustens die „Verwandlung“
einer Raupe zu einem Schmetterling und spielt somit ebenfalls auf Franz Kafkas Werk an. Die
Geschichte nimmt ihren Lauf und Gregor wird immer wieder als ein ekelhaftes Etwas
beschrieben. Durch immer wieder wiederholte Wörter wie „Ekelhaft“ und sehr
ausdrucksstarke Aussprache und Gestik übertrugen die Schauspieler ihre Emotionen direkt
ins Publikum, was teilweise für Gänsehaut sorgte. Die Protagonisten stellten auch mehrmals
klar, dass sich Gregor ändern sollte. Diese Veränderung lässt sich bereits im selbst
ausgewählten Titel des Stückes erkennen, da die Satzstruktur aufgebrochen wurde durch das
einfache Vertauschen der Wörter „Leben“ und „ändern“, sodass der Titel bereits zum
Denken anregt. So könnte man sagen, dass die Veränderung im Mittelpunkt des Stückes
steht. Das minimalistische Bühnenbild sorgte dafür, dass die komplette Aufmerksamkeit der
Zuschauer auf die Handlung und die schauspielerische Leistung gelenkt wurde. Durch
einfache Mittel wie eine große weiße Leinwand und einige kastenartige Hocker, die sowohl
als Projektionsflächen für Schattentheater, ausdrucksstarke, selbst aufgenommene
Animationen fungierten, als auch als normale Alltagsgegenstände verwendet wurden,
sorgten auf der Bühne für Dynamik. Die Gesten und Gruppenformationen der Schüler,
welche den Käfer Gregor verkörperten, verliehen dem Stück viel Ausdruck. Die meist
dissonante und schrille Musik von sowohl aufgenommenen Aufnahmen als auch vor Ort
durch Musiker dargebrachten Melodien und Tonfolgen unterstrich die düstere, teils
aggressive Stimmung sehr. Zu der Struktur des Stückes lässt sich sagen, dass es in sich
schlüssig war, jedoch der offene Schluss beim Publikum teilweise für Verwirrung sorgte.
Abschließend kann man sagen, dass die Eigeninterpretation von Franz Kafkas „Die
Verwandlung“ durch die Mittelstufentheatergruppe des Bertha-Suttner- Gymnasiums aus
Neu-Ulm mit selbst geschriebenen Passagen gut gelungen ist und über Veränderungen im
Leben, ob notwendig oder nicht, nachdenken lässt und jedem einzelnen
Assoziationsmöglichkeiten freigibt. – Roman Pasyukov, E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Kafka oder Moderne?

Bei den 61. Bayrischen Theatertagen, führte die Mittelstufentheatergruppe des Bertha-von- Suttner-
Gymnasium aus Neu-Ulm ein Stück nach Kafka auf: „Du musst dein Ändern leben“.
Es war eine Hommage dieser Theatergruppe an Kafkas ´Die Verwandlung´. In dem dreißigminütigen
Theaterstück ging es um die Verwandlung Gregors zu einem Käfer und die dadurch verbundenen
negativen Veränderungen in seinem Leben, vor allem die Ausgrenzung durch seine Familie. Man
muss aber beachten, dass dieses Stück keine Nacherzählung ist, sondern eine Abwandlung des
Originals. Ohne Kenntnis von Kafkas „Verwandlung“ wird man das Stück nicht wirklich verstehen, da
das Ensemble dafür zu wenig sprachlichen Inhalt nutzte. Diese stark reduzierte Rhetorik sollte zum
Nachdenken anregen, weckte jedoch eher das Unverständnis des Publikums. Mit ihrer Live-Musik,
welche direkt an den Seiten der einfach strukturierten Bühne gespielt wurde, die das Geschehen
angenehm untermalte, den Projektionen und dynamischen Gruppenbewegungen wurde die
Handlung maßgeblich unterstützt. In den wenigen Textpassagen wurde nicht Kafka rezitiert, sondern
eine Kritik an den heutigen Lästereien, Klischees und Anmaßungen angeprangert, welche Menschen
machen, ohne die jeweiligen Person zu kennen, nur um sie zu verletzen oder mit dem Trend zu
gehen.
Jedoch muss man sagen, dass trotz der handwerklichen und künstlerisch sehr guten Arbeit des
jungen Theaters man das Stück nicht genießen können wird, ohne ein gewisses Vorwissen über das
Original zu haben. Weshalb es teilweise unter den Zuschauern viel Getuschel gab, da sie versuchten,
den Inhalt zu verstehen. Insgesamt kann man feststellen, dass das Stück mich überfordert hat und ich
es erst nach der Erklärung meines Lehrers verstanden habe. – Charlotte Poppendörfer, E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg

Schülerrezension: Wolkenkuckucksheim heute

Die Theatergruppe aus dem Jakob-Brucker- Gymnasium aus Kaufbeuren fiel besonders durch ihre
selbsterstellten Requisiten und farbenprächtigen Kostüme auf, die in ihrer Aufführung des Stücks
„Die Vögel“ von Aristophanes am 23.07.2017 im Kaiser-Heinrich- Gymnasium zum Einsatz
kamen.
Auf der Bühne konnte man unter anderem einen Pinguin, einen Pfau, einen Wiedehopf, einen
Kolibri und eine Ente entdecken.
Die Vielzahl der Mitwirkenden ermöglichte eine beeindruckende Menge an verschiedenen
Vögeln zugleich auf der Bühne, wodurch das Stück sehr lebhaft und angenehm zu verfolgen war.
Zu Beginn des Stückes waren alle Beteiligten ganz in schwarz gekleidet und demonstrierten mit
Schildern wie „Gleicher Lohn für gleiche Leistung“, aber auch „Rettet die Einhörner“ gegen das
vorherrschende System. Gleich danach traten zur Zeit viel kritisierte Politiker wie Trump und
Erdogan auf, welche durch Gesichtsmasken dargestellt wurden. Die fehlende Mimik wurde von
den Schauspielern durch die Gestik gut ersetzt. Ohne Sprache, dafür mit einem ausdrucksstarken
Tanz wurde die aktuelle politische Lage überspitzt dargestellt.
Anschließend führte der Kolibri auf das Publikum in das Stück ein. Mit den Worten „Ach, wissen
Sie was, Zeit und Ort bestimmen Sie selbst…“ verließ er die Bühne wieder und die
Haupthandlung begann. Die Hauptpersonen in Menschengestalt traten auf, die im Vergleich zum
Original um zwei Frauen erweitert worden waren. Der Vogelchor im Hintergrund überzeugte
durch authentische Vogelgeräusche sowie Bewegungen. Auffallend waren vor allem die von
Aristophanes übernommenen altgriechischen Textpassagen, die synchron vorgetragen wurden.
Die Protagonisten forderten, den Anführer der Vögel, den Wiedehopf, zu sehen. Nach einigem
Hin und Her wurde dieser in seinem Nest bekifft auf die Bühne getragen. Völlig ohne Worte
verständigte er sich nur mit undefinierbaren Geräuschen und Zeichensprache, allerdings von
einem anderen Vogel übersetzt, mit den Neuankömmlingen. Die Fremden übernahmen schnell
die Führung und planten zusammen mit den Vögeln den Bau einer Stadt namens
Wolkenkuckucksheim. Ihre anfänglichen Grundwerte wie „Emanzipation“ und „ Ehe für alle“
wurden schnell durch „Käsekuchen“ und „Weed for life“ ergänzt. Der ehemalige Anführer der
Vögel wurde beseitigt. Anschließend dauerte es nicht mehr lange, bis sich die Politiker heimlich
unter die Masse der Vögel mischten und ihr geliebtes Wolkenkuckucksheim zerstörten. Im
darauffolgenden Tumult wurden die vier herrschenden Menschen von den Vögeln umgebracht.
Für die Schlussszene zogen alle Schauspieler ihre Masken ab und stülpten sich weiße Tücher
über den Kopf. Ein Mädchen sang das Lied „Wenn ich ein Vöglein wär…“, womit das Stück
endete.
Insgesamt kann man festhalten, dass stark vom Original abgewichen wurde. Die Erneuerungen
wurden aber sehr gut integriert und erweiterten das Stück um einen Bezug zur heutigen Zeit. Die
politischen Anekdoten waren teilweise deutlich übertrieben, was ja aber auch typisch für die
Komödien des Aristophanes war, womit dessen Geist bewahrt und die Absicht des Stückes – das
Publikum zu erheitern – gut umgesetzt wurde. Außerdem überzeugte die Aufführung durch die
Vielfalt an Personen in den verschiedensten Kostümen, und auch schauspielerisch bot die große
Gruppe eine beeindruckende Leistung. Besonders hervorgehoben seien die Protagonisten; aber
auch weniger wichtige Vogelrollen, wie zum Beispiel die der Ente, trugen zum Gelingen der
abendlichen Vorstellung bei! – Charlotte Halcour

Schülerrezension: Eindrucksvolle schwere Kost zum Auftakt

„In den alten Zeiten, als das Wünschen noch geholfen hat…“: das waren nach acht Minuten die
ersten Worte in der Aufführung der Produktion „Märchen II“ am 23. 7.2017 in der Sporthalle des
Kaiser-Heinrich- Gymnasiums. Statt eines „gewöhnlichen“ Theaterstücks führte die zehnköpfige
Truppe vom Profilkurs Theater des Dientzenhofer-Gymnasiums aus Bamberg (Leitung Ludwig
Bieger und Dominik Stoecker) ein selbstentwickeltes Tanztheater auf. Die Vorbereitung zog sich
über zwei Jahre hin! Das Stück kam auch im weiteren Verlauf mit wenig Sprache aus und sollte
durch Choreografie, immer von einem Marimbaphon begleitet, das Phänomen Märchen
visualisieren. Zur Veranschaulichung der bösen Charaktere wurden ein Wolf aus Pappe und
energiegeladene Tänze verwendet. Zu den wenigen Requisiten gehörten noch ein Pappschaf, eine
Treppe und eine Bank. Die einheitliche Kostümierung wies darauf hin, dass es in diesem Stück
keine feste Rollenverteilung gab und damit auch keine individuelle Kleidung notwendig war. Alle
Mädchen trugen rote Kleider und alle Jungen rote Hosen und gelbe, mit Pailletten besetzte Hemden.
Auffallend waren der schwarze Lippenstift, den alle Darsteller benutzten, und der schwarze Strich,
der horizontal durch das Gesicht aller Jungen gezogen war – warum, blieb ungeklärt.
Ungewöhnlich insbesondere: dass das Stück auf einer Arenabühne aufgeführt werden musste,
aufgrund der Tänze, und somit von allen Seiten betrachtet werden konnte.
Als Handlungsstrang war das Märchen „Hänsel und Gretel“ zu erkennen. Allerdings wurde dieser
immer wieder durch Einschübe aus anderen bekannten Märchen wie zum Beispiel „Tischlein deck
dich“ und „Dornröschen“ ergänzt. Durch Tanz- und Gesangseinlagen wurden die wenigen
Textpassagen veranschaulicht. Zweimal wurde die Märchenerzählung unterbrochen und ein
Darsteller erklärte Funktionen des Märchens anhand von Zitaten aus dem Buch „Kinder brauchen
Märchen“ von Bruno Bettelheim. Nachdem die Geschichte von Hänsel und Gretel zu Ende gebracht
worden war, schloss das Stück wieder mit der gleichen Musik, mit der es begonnen hatte.
Da zu jeder Zeit alle Schauspieler auf der Bühne standen und keine feste Rolle inne hatten, war der
Zuschauer dazu gezwungen, zu erschließen, welche Funktion welcher Schauspieler in jeder Szene
hatte. Dies war oft sehr schwer, was die Handlung irgendwann zusammenhanglos erscheinen ließ.
Viele Fragen blieben unbeantwortet, da die Märchen nur sehr kurz angerissen wurden. Zudem war
der Inhalt des Stückes, den man als Normalzuschauer erwartet, nicht unmittelbar verständlich, da in
den wenig vorhandenen Textpassagen ständig Wiederholungen auftraten. Das Zusammenspiel
funktionierte hervorragend, die Begleitung durch das Marimbaphon sorgte für intensive
musikalische Untermalung.
Die Tänze waren perfekt einstudiert; der Inhalt kam allerdings etwas zu kurz. Eine häufigere
Benutzung von Sprache hätte zu größerer Eingängigkeit des Stücks beigetragen. Trotz vieler offen
gelassener Fragen kam es aber gut beim Publikum an und die Gruppe wurde mit großem Applaus
verabschiedet. – Kevin Nguyen

Die Stücke

Aufführungen und Kartenbestellung

Teilnehmende Gruppen:
Bamberg / Dientzenhofer-Gymnasium – „Märchen II“
Burglengenfeld / Johann-Michael-Fischer-Gymnasium – „Metzgerei Först“
Kaufbeuren / Jakob-Brucker-Gymnasium – „Die Vögel“
Neu-Ulm / Bertha-von-Suttner-Gymnasium – „Du musst dein Ändern leben – Das Kafka-Experiment“
Nürnberg / Willstätter-Gymnasium – „Die Räuber“
Oberasbach / Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium – „Stippvisite in Dr. Pilks Irrenhaus
Schwabach / Adam-Kraft-Gymnasium – „Infernale – Keine göttliche Komödie“
Straubing / Ludwigsgymnasium – „Stille Post“
Vaterstetten / Humboldt-Gymnasium – „Schau, da geht die Sonne unter“
Würzburg / Riemenschneider Gymnasium – „Swimming“

In obiger Übersicht finden Sie den Aufführungsplan der Theatertage der bayerischen Gymnasien in Bamberg 2017. Sollten Sie Interesse an Eintrittskarten zu einer der Aufführungen oder auch am Besuch eines ganzen Festivaltages haben, dann wenden Sie sich bitte per E-Mail an kuhn.zeh@theatertage-bayern.de ! Wir werden Sie so rasch wie möglich in der Reihenfolge des Post-Eingangs kontaktieren und über Eintrittspreise und Verfügbarkeiten informieren.

Das Line-up.

Die 61. Theatertage rücken immer näher. Wir, die Seminaristen und Lehrkräfte des Kaiser- Heinrich- Gymnasiums in Bamberg, freuen uns die 10, von der Jury ausgewählten Theatergruppen an unserer Schule für tolle Aufführungen und eine schöne Zeit bei uns willkommen heißen zu dürfen.

Vom 23.07. bis zum 26.07.2017 können Sie sich von den folgenden Theatergruppen begeistern, verzaubern und zum Lachen bringen lassen:

  • Das Willstätter-Gymnasium Nürnberg spielt mit seinem Profilkurs Theater unter der Leitung von Barbara Schlatterbeck „Räuber“.
  • Das Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg inszeniert „Märchen“; ebenfalls mit dem Profilkurs Theater. Die Gruppe ist unter der Leitung von Ludwig Bieger und Dominik Stoecker.
  • Das Adam-Kraft-Gymnasium Schwabach zeigt mit seinem Profilkurs Theater unter der Leitung von Johannes Möhler und Henning Krüger „Infernale – Die göttliche Komödie“.
  • Das Ludwigsgymnasium Straubing führt mit seiner Mittel- und Oberstufentheatergruppe „Stille Post. Ein Spiel im Ernst“ auf. Die Leitung hat Karlheinz Frankl.
  • Das Jakob –Brucker- Gymnasium Kaufbeuren zeigt mit der Mittel- und Oberstufentheatergruppe unter Leitung von Bernhard Fritsch „Die Vögel“ nach Aristophanes.
  • Das Dietrich –Bonhoeffer-Gymnasium Oberasbach spielt mit seiner Mittelstufentheatergruppe „Stippvisite in Dr. Pilks Irrenhaus“. Die Leitung hat Michael Full.
  • Das Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld führt mit seiner Unterstufentheatergruppe unter der Leitung von Karin Then die Eigenproduktion „Metzgerei Först“ auf.
  • Das Riemenschneider Gymnasium Würzburg zeigt „Swimming“. Aufgeführt wird das Stück von der Mittelstufentheater Gruppe unter der Leitung von Theresa Salfner-Funke.
  • Das Bertha von Suttner-Gymnasium Neu-Ulm spielt mit seiner Mittelstufentheatergruppe unter der Leitung von Anja Fladerer, Elisabeth Baumgartner und Veronika Frauendienst „Du musst dein Ändern leben“ – Das Kafka Experiment.
  • Das Humboldt Gymnasium Vaterstetten bringt „Schau da geht die Sonne unter“ auf die Bühne. Die Darsteller sind aus der Mittel- und Oberstufentheatergruppe unter der Leitung von Susanne Asam und Tobias Baumgartner.

Wir sind gespannt auf die einzelnen Inszenierungen und können es kaum erwarten, die bayerischen Theatertage bei uns austragen zu dürfen.

Auf Ihr zahlreiches Erscheinen freut sich das Team des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums.

Das Team stellt sich vor.

Nur noch wenige Wochen, dann is​​t es endlich soweit: Dann öffnet sich der Vorhang für die 61.Theatertage der bayerischen Gymnasien. Am traditionsreichen Kaiser-Heinrich-Gymnasium in der Weltkulturerbestadt Bamberg fühlen wir uns geehrt, Ihr und euer Gastgeber sein zu dürfen.

Rund um Catering, Bühnentechnik, das Errichten des Festivalbüros etc. gibt es für uns KHGler allerlei zu planen, zu diskutieren und aufzubauen, damit wir ein möglichst mitreißendes und stimmungsvolles Festival auf die Beine stellen. Deshalb arbeiten die Schüler der beiden zuständigen  P-Seminare der Q11 gemeinsam mit den betreuenden Lehrerkräften Alexander Hedler (links), Florian Zeh (rechts) und Andreas Kuhn (rechts außen) schon fleißig daran, dieses Event zu einem besonderen Erlebnis für die Darsteller und Besucher zu machen.

Wir freuen uns auf Ihren und euren Besuch!

60 Jahre Theatertage bayerischer Gymnasien: Herzlich Willkommen in Bamberg!

Herzlich Willkommen auf den Seiten der 61. Theatertage der bayerischen Gymnasien in Bamberg.
Für erste Informationen können Sie sich unseren aktuellen Flyer als PDF herunterladen.
Wenn Sie sich zur Teilnahme anmelden wollen, nutzen Sie bitte unser Anmeldungsformular.
Die Theatertage der bayerischen Gymnasien sind das älteste Schultheaterfestival in Deutschland.
Mit einer Einladung zu den Theatertagen werden bemerkenswerte und impulsgebende Produktionen ausgezeichnet.
Sie machen die Theatertage Jahr für Jahr zu einem absoluten Höhepunkt für alle teilnehmenden Schüler mit ihren Theaterlehrern, für das angereiste Fachpublikum und natürlich auch für die austragende Schule.
Teilnehmen können alle Gruppen, die an einem Gymnasium Theater spielen (Profilfach, P-Seminar, Theaterklasse, Wahlfach etc.).
Die Theatertage leben von der Vielfalt der darstellenden Künste: Klassiker und postdramatische Stücke, Improtheater und Performancekunst, Figurentheater und Mediales Theater – alle Formen und Varianten schulischer Theaterarbeit sind herzlich eingeladen!
Die Großen und die Kleinen… Über die Auswahl der Theatergruppen entscheidet die Jury der Fördergemeinschaft im Mai 2017.
Damit auf den Theatertagen ein möglichst vielfältiges Programm präsentiert werden kann, sind die Aufführungen auf eine Dauer von maximal 50 Minuten begrenzt.
Die 61. Theatertage der bayerischen Gymnasien finden vom 23. bis 26. Juli 2017 am Kaiser-Heinrich-Gymnasium Bamberg statt.
Man sieht sich auf der Bühne!

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