„Achtung, da kommt die Menschenwürde!“

… und noch viel mehr auf uns zu: Flüchtlingskrise, Vorurteile, Gott, Freiheit, Gleichheit…

 

Die ca. 20 Ensemble-Mitglieder des Carl-Orff-Gymnasiums Unterschleißheim verlangen viel vom Zuschauer (und auch von sich selbst). Es wird nicht nur die Geschichte von „An der Arche um Acht“ erzählt, sondern auch noch von vielen realen Flüchtlingsschicksalen. Der Wechsel findet absichtsvoll störend statt – eine Art Verfremdungseffekt – und schließlich komplett aus ihrer Rolle fallen. Unterstützend wirken der plötzliche Lichteinsatz und die Musik, wobei diese mehr die Stimmung drückt und sehr dramatisch eingesetzt wird.

Das Stück hat übrigens eine klare prägnante Botschaft: Die Pinguine räumen mit Vorurteilen und Pegida-Konsorten auf: Alle Pinguine sind eben nicht gleich! Nicht alle Einheimischen sind kriminell und nicht alle Ausländer sind… Man sollte also jedes Individuum einzeln betrachten und ihm so auch eine Chance geben. Da liegen wir doch richtig, oder?

Großen Respekt für die Theatergruppe: eine beeindruckende Umsetzung der Flüchtlingsproblematik! Also von wegen, man könnte nichts Neues zu diesem Thema rüberbringen und das auch noch schauspielerisch perfekt präsentiert.

Und zum Schluss noch ne Frage, Unterschleißheimer: Warum habt ihr die Sache mit der Volkshochschulbetroffenheitsscheiße weggelassen?

 

Daniel Schlichting und Maxi Neumeier