„Das Stück vom traurigen Sonntag“ hinterlässt einen irgendwie sprachlos. Die Schülerinnen und Schüler des Pirckheimer Gymnasiums zogen mit ihrer Vorstellung das Publikum in ihren Bann. Sie beweisen, wie man auch ohne Worte den ganzen Raum für sich einnimmt. Ausdrucksstarke Mimik und Gestik , künstlerische Inszenierung und eindrucksvolle Dynamik, trotz gewaltiger Ruhe. Jede Bewegung und jedes Wort perfekt pointiert. Und dennoch verbleibt man nach dem Stück mit einem großen Fragezeichen. Man wird mit seinen Gedanken und Gefühlen allein gelassen. Das liegt vermutlich auch an dem bruchstückartigen Aufbau des Stücks. Nichts war vorhersehbar und auch eine klare Handlungsstruktur war nicht zu erkennen. Doch gerade das hat das Thema des Stücks unterstützt.

Besonders beeindruckend fanden wir das theatrale Feingefühl mit der die verschiedensten Szenen umgesetzt wurden. Von der menschlichen Lokomotive über schaudervollen Gesang bis zur mitreißenden Laufchoreografie.

Weniger ist manchmal mehr. Kein aufwendiges Bühnenbild, schlichte Kostüme, Sprache wird nur dann eingesetzt, wenn es wirklich etwas zu sagen gibt.

Respekt! Da können und wollen wir nichts mehr hinzufügen…

Maxi Neumeier und Marika Wildhagen